Verbesserung des Wasserrückhalts der Landschaft

Nahaufnahme Wasser fließt in die Hand einer Frau

Bei Extremwetterlagen, wie wir sie in Deutschland immer häufiger erleben, wird uns die Bedeutung des Wasserrückhaltevermögens einer Landschaft besonders bewusst. Starkregenereignisse verursachen lokal Erosion; Wasser und Schlamm schädigen landwirtschaftliche Flächen, Gebäude und Infrastruktur. Im Gegensatz dazu lassen Trockenperioden die Grundwasserstände sinken und führen zu erheblichen Ernteverlusten. Die Landwirtschaft ist hier gefordert, durch spezielle Bodenschutzmaßnahmen einen ausgeglicheneren Landschaftswasserhaushalt zu erreichen und Wetterextreme abzupuffern.

Eingriffe in den Landschaftswasserhaushalt wie umfangreiche Entwässerungs- und Meliorationsmaßnahmen, stellen in diesem Kontext eine besondere Herausforderung dar. Diese Maßnahmen zielten bislang im Wesentlichen darauf, Grundwasserstände zu senken und den Wasserabfluss von landwirtschaftlichen Flächen zu beschleunigen. Das Mustergut Tellow verfügt über einen erheblichen Anteil entwässerter Flächen, deren Drainagen im Laufe der Jahre ihre Funktionsfähigkeit eingebüßt haben. Hier ist genau zu überlegen, ob aufwändige Reparaturen tatsächlich der ökologisch und ökonomisch richtige Weg sind oder ob es andere Möglichkeiten gibt, die landwirtschaftliche Produktion auf den Flächen zu sichern und gleichzeitig das Wasserhaltvermögen der Landschaft zu stärken.